Für Azubis unverzichtbar - die Berufsunfähigkeitsversicherung
Jeder vierte Arbeitnehmer muss aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Dabei sind längst nicht mehr nur körperlich arbeitende Menschen betroffen, auch so genannte „Sitzarbeiter“ müssen immer öfter wegen einer Krankheit oder eines Unfalls ihren Beruf aufgeben. Die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind demnach psychische Erkrankungen, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparates, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Tumoren.
Keine staatliche Absicherung für Azubis
Gerade für Auszubildende ist die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit unverzichtbar. Denn sie haben noch keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, diesen erhalten sie erst nach einer Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren. Zudem fällt die Erwerbsminderungsrente auch recht mager aus und bietet somit keinen ausreichenden Schutz. Auch eine private Unfallversicherungreicht als Absicherung nicht aus, da diese nur bei Invalidität durch einen Unfall zahlt. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sichern Sie dagegen alle Risiken ab.
Frühzeitig versichern spart Geld
Der frühzeitige Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherunghat vor allem Vorteile: Auszubildende haben in der Regel noch keine gesundheitlichen Probleme und können somit einen besonders günstigen Tarif abschließen. Dabei profitieren sie nicht nur von niedrigen Beiträgen, sondern auch von einem leistungsstarken Schutz - und das über die gesamte Laufzeit des Vertrages. Wird die Berufsunfähigkeitsversicherung erst später abgeschlossen, fallen aufgrund des größeren Krankheitsrisikos oftmals höhere Versicherungsprämien an. Bestehen dann bereits Erkrankungen, können Versicherungen hohe Zuschläge verlangen oder die Krankheit vom Versicherungsschutz ausschließen. In Härtefällen ist auch eine vollständige Ablehnung möglich, so dass Sie sich nicht gegen das Risiko Berufsunfähigkeit versichern können.
Wichtige Tipps zum Vertragsabschluss
Wer nur ein schmales Lehrlingsgehalt verdient, achtet vor allem auf den Preis der Berufsunfähigkeitsversicherung. Noch wichtiger sind aber die Versicherungsbedingungen. Auszubildende sollten besonders darauf achten, dass der Vertrag eine Nachversicherungsgarantie enthält. So können sie später ohne erneute Gesundheitsprüfung die Beiträge aufstocken und damit die Versicherungssumme erhöhen. Die Laufzeit sollte möglichst bis zum Renteneintritt festgelegt werden, da das Risiko einer Berufsunfähigkeit mit dem Alter steigt und kürzere Verträge oft nicht mehr verlängert werden. Auch auf eine „abstrakte Verweisung“ sollte verzichtet werden: Der Versicherer kann dann bei Eintritt der Berufsunfähigkeit die Rente verweigern, da Sie ja eventuell noch in einem anderen Beruf arbeiten könnten.
Achten Sie auch auf die Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherung, vor allem sollten keine bestimmten Krankheiten ausgeschlossen werden. Einige Versicherungsinstitute versichern Auszubildende nur gegen Erwerbsunfähigkeit. Dann sollte im Vertrag festgelegt werden, dass sich dieser später automatisch in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umwandelt.
Das beste Angebot finden
Sind die Versicherungsbedingungen akzeptabel, kann ein kostenloser Berufsunfähigkeitsversicherungsvergleichhelfen, um das günstigste Angebot zu finden. Die Prämienhöhe ist neben den vereinbarten Leistungen aber auch abhängig vom erlernten Beruf sowie dem Gesundheitszustand und dem Geschlecht des Versicherungsnehmers. In der Regel kostet der monatliche Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Auszubildende rund 30 bis 40 Euro.
Auf eine individuelle Beratung sollte dennoch nicht verzichtet werden. Ein Gespräch mit einem Spezialisten klärt offene Fragen, zudem lässt sich so ein maßgeschneidertes Angebot einfacher finden. Dafür stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.